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Sperling

Artgerechte Ganzjahresfütterung: Überlebenshilfe oder Trend?

Sollte man Vögel über die Wintermonate hinaus füttern? Und wenn ja: Warum eigentlich und womit? Während die Ganzjahresfütterung in Ländern wie Großbritannien eine lange Tradition hat, herrscht bei uns oft noch Unsicherheit. Doch die Fakten sprechen eine deutliche Sprache.

Warum die Natur allein nicht mehr reicht

Der Rückgang unserer heimischen Vogelarten ist alarmierend: Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft bereits etwa 50 % als gefährdet ein. Der Grund ist hausgemacht. Seit den 1950er Jahren haben intensive Landwirtschaft, Monokulturen und der massive Einsatz von Pestiziden unsere Flora und Fauna dezimiert.

Ob in versiegelten Städten oder auf dem "aufgeräumten" Land – natürliche Nahrungsquellen, Hecken und Rückzugsorte verschwinden. Wo Steingärten und exotische Zierpflanzen Wildblumen und „Unkraut“ ersetzen, finden Vögel, Igel und Eichhörnchen weder Futter noch Schutz.

Ein Umdenken ist nötig

Zwar fordern Naturschutzverbände zu Recht ein politisches Umsteuern in der Agrarpolitik, doch wir können auch direkt vor unserer Haustür helfen. Die Sorge, Vögel würden durch Fütterung verlernen, selbst Nahrung zu suchen, ist wissenschaftlich widerlegt.
Im Gegenteil: Durch die Klimaerwärmung kehren viele Zugvögel wie Rotschwänze oder Grasmücken immer früher zurück und treffen hier oft auf ein noch sehr karges Nahrungsangebot. Eine Ganzjahresfutterstelle bietet ihnen dann die nötige Energie für den Brutstart.

Das sagen die Experten

Namhafte Ornithologen wie Prof. Peter Berthold (ehem. Direktor der Vogelwarte Radolfzell) plädieren seit Jahren für die Ganzjahresfütterung. Auch große Stiftungen wie die Heinz Sielmann Stiftung oder die Deutsche Wildtier Stiftung unterstützen diesen Ansatz. Ein trauriges Beispiel für die Notwendigkeit ist der Haussperling: Die Spatzenpopulation ist regional bereits um bis zu 50 % eingebrochen. Mit hochwertigem Futter können wir bis zu 50 verschiedenen Vogelarten aktiv helfen.

Qualität statt „nur Körner“

Wer nur billiges Körnerfutter streut, wird meist nur Meisen zu Gast haben. Viele bedrohte Arten sind jedoch Weichfutterfresser und auf Insekten angewiesen. Wahllos zu füttern macht daher wenig Sinn.

Worauf es bei artgerechtem Futter ankommt:

  • Vielfalt: Mischungen, die auch Insektenfresser berücksichtigen
  • Qualität: Reine Naturprodukte ohne Konservierungsstoffe oder Zucker
  • Sicherheit: Gentechnikfreie Herstellung, idealerweise regional.

Bei Claus entwickeln wir spezialisierte Futtersorten, die genau auf diese Bedürfnisse zugeschnitten sind – damit Ihr Garten das ganze Jahr über zum lebendigen Rückzugsort wird.